Margit Szápáry ( Szapary ) - die Gräfin vom Lungau - Wege in die Zukunft - Ausstellung in Ramingstein im Lungau - Szapary

Leben

Wirken

Lebensabend und Tod

die Gräfin im  Alter Margit Szápáry war in den letzten Lebensjahren gesundheitlich von einer Herzschwäche stark gekennzeichnet. Seit den 1930er Jahren verbrachte sie die Winter in der Regel bei einer Freundin auf Schloss Haunsperg (Oberalm), da ihr die strengen Lungauer Winter sehr zusetzten. Während des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich 1938 hielt sich Margit Szápáry gerade in Südtirol auf und kehrte nach einem Aufenthalt in Bayern erst später wieder nach Ramingstein zurück. Im NS-Staat geriet sie auf persönliches Betreiben von Hermann Göring, der Margit Szápáry aus seinen Jugendtagen im Lungau kannte wegen Kreditschulden in Bedrängnis. Im Winter 1940/41 schmuggelte sie im Rahmen eines Budapest-Besuchs Bücher in die britische Botschaft, die im NS-Reich verboten waren. Auf der Heimreise wurde sie von der Gestapo durchsucht und ihr Gepäck wurde zum Teil beschlagnahmt. Sie wurde jedoch nicht weiter verfolgt oder belangt.
Im November 1941 musste Margit Szápáry einen großen Teil der künstlerisch wertvollen Einrichtung von Burg Finstergrün im (arisierten) Münchner Auktionshaus Weinmüller versteigern, da ihre finanziellen Mittel arg geschrumpft waren. Im Juli 1942 verpachtete sie darüber hinaus Burg Finstergrün an das NS-Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. Die Burg wurde für Ausbildungs- und Schulungszwecke u.a. für Lehrerinnen verwendet.
Anfang Mai 1943 wurde Margit Szápáry nach langen Kur und nach intensiver ärztlicher Behandlung (nach mehreren Herzattacken und einem Schlaganfall) von Schloss Haunsperg nach Ramingstein gebracht. Kurz darauf, am 17. Mai 1943, verstarb sie im Prem-Haus. Das Begräbnis von Margit Szápáry fand in Ramingstein unter sehr großer Beteiligung der Lungauer Bevölkerung statt. Die letzte Ruhestätte von Gräfin Szápáry befindet sich nicht auf dem Ramingsteiner Friedhof, sondern an der nördlichen Außenmauer der Pfarrkirche Ramingstein im Familiengrab Szápáry, das die einzige Grabstätte in diesem Bereich ist.

Texte: Christian Blinzer

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