Margit Szápáry ( Szapary ) - die Gräfin vom Lungau - Wege in die Zukunft - Ausstellung in Ramingstein im Lungau - Szapary

Leben

Wirken

Die Katholische Frauenorganisation (KFO)

Eine besondere Rolle kam Margit Szápáry im Rahmen der Katholischen Frauenorganisation (KFO) Salzburg zu, in welcher sie auf Diözesan-, Dekanats- und Pfarrebene tätig war. Die KFO bestand als kirchlicher Verein und war zugleich eine Vorfeldorganisation der Christlichsozialen Partei. In der Katholischen Frauenorganisation wurden verschiedenste Projekte mit sozialer, karitativer und religiöser Schwerpunktsetzung umgesetzt.
Die KFO vereinte auch den Großteil der christlichsozialen Wählerinnen (Frauenwahlrecht seit 1918) und war somit die mitgliederstärkste Teilorganisation der Christlichsozialen Partei. Dennoch war die KFO politisch unbedeutend, da das wertkonservativen Frauenbild in diesem Milieu eine aktive politische Einflussnahme von Frauen weitestgehend ablehnte.
Margit Szápáry hatte wesentlichen Anteil daran, dass die KFO, die von ihrer Gründung 1907 bis zum Jahr 1918 nur in der Landeshauptstadt Salzburg aktiv war, auch im ländlichen Bereich Fuß fassen konnte. Im Jahr 1918 meldete sie bei den zuständigen Behörden die Gründung der KFO Tamsweg. Dieser Zweigverein war die erste Gründung der KFO außerhalb der Stadt Salzburg. Weitere KFO Zweigvereine mit vergleichbaren Zielsetzungen formten sich im Lungau in Thomatal, Ramingstein, St. Margarethen, Lessach, Mariapfarr, Mauterndorf, St. Michael, Tweng, Unternberg, Zederhaus und Muhr.
Laut Statuten der KFO-Zweigvereine bestand der Vereinszweck darin, „die katholische Frauenwelt im Allgemeinen, die Mitglieder des Vereines insbesondere über die Fragen, die das Frauengeschlecht berühren, aufzuklären und auf allen Gebieten der karitativen, sozialen und kulturellen Frauentätigkeit anzuregen“. Besonderes Gewicht wurde dabei auf die Bereiche Bildung, Beratung und Wohltätigkeit gelegt.
In der KFO wurden unter anderem Schulungskurse, Vorträge und Bildungsmöglichkeiten für die Mitglieder angeboten, gemeinsame Wallfahrten unternommen, Exerzitien abgehalten, kirchliche Feste umrahmt sowie Bedürftige und Arme versorgt.
Die heutige Nachfolgeorganisation der KFO ist die Katholische Frauenbewegung (kfb). Die kfb ist kirchlich engagiert, ist in den ökumenischen Dialog eingebunden und ist nicht parteipolitisch aktiv.

Texte: Christian Blinzer

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