Margit Szápáry ( Szapary ) - die Gräfin vom Lungau - Wege in die Zukunft - Ausstellung in Ramingstein im Lungau - Szapary

Leben

Wirken

Burg Finstergrün und die Gäste von Margit Szápáry

Burgbau Finstergrün Durch den Zusammenbruch der Monarchie nach dem 1. Weltkrieg änderte sich vieles im Leben von Margit Szápáry. Ihre ursprünglichen Heimat Schlesien war nicht mehr Teil des Kaiserreiches sondern ein eigenständiges Gebiet. Im Rahmen ihres vielfältigen Wirkens im 1. Weltkrieg hatte sie sich auch finanziell verausgabt, weil sie in sogenannte Kriegsanleihen investierte. Kriegsanleihen waren Kredite, die Einzelpersonen der Regierung gewährten nach dem Zusammenbruch der Monarchie bekamen die Kreditgeber ihr Geld natürlich nicht mehr zurück. Die Szápáry-Familie lebte in dieser Zeit in den Wintern meist im Prem-Haus nahe Finstergrün, da es fast unmöglich war, die Räume in der Burg während der kalten Jahreszeit genügend zu heizen.
Ab Ende der 1920er Jahre nahm Margit Szápáry in der Burg Gäste aus den verschiedensten Ländern auf. Besonders beliebt war die Burg bei Gästen aus Großbritannien. Manche dieser Gäste kamen immer wieder und so entwickelten sich persönliche Freundschaften mit der Gastgeberin. Auch Künstler und Intellektuelle waren auf Finstergrün anzutreffen: Die Maler Maximilian Reinitz und Josef Schulz zählten ebenso zu den Gästen wie der deutsche Philosoph, Theologe und spätere Widerstands-Aktivist Hermann Görgen.
Margit Szápáry war auch mit einflussreichen Persönlichkeiten ihrer Zeit befreundet: unter anderem mit Fürsterzbischof Johannes Kardinal Katschthaler und Fürsterzbischof Sigismund Waitz, Bundeskanzler Rudolf Ramek, Bundeskanzler Kurt Schuschnigg und Vera Schuschnigg, mit dem Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl sowie mit Prinz Heinrich und Prinzessin Eleonore Schwarzenberg.

Texte: Christian Blinzer

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